Heute, gestern, immer wieder:

"Es wäre doch super, wenn noch viel mehr Leute im Fediversum aktiv wären!"

"Ja, das hier ist doch immer noch eine ziemliche Blase!"

"Lass uns doch mal unseren Frust an ein paar Accounts mit #Klarnamen abreagieren! Da gibt es einen, der ist bekannt & sogar in der #CDU !"

"Klasse! Der kriegt jetzt ein paar Posts ab, mach auch mit!!!"

Am nächsten Tag:

"Es wäre doch super, wenn noch viel mehr Leute im Fediversum aktiv wären! Warum bleiben so wenige?"

... 🤷‍♂️🤔💡

Als Antwort auf Michael Blume

Für mich ist es übrigens nicht nur so, dass ich weiß, dass ich mit jeder Antwort auf solche konfrontativen Posts weitere auslöse. Ich "belohne" das Verhalten der meist pseudonymen Accounts damit auch & verstärke deren Sehnsucht nach Aufmerksamkeit bis hin zur #Empörungssucht. Nach meiner Erfahrung kommen die meisten dann immer wieder...

Gehe also längst nicht mehr auf solche "Debatten" ein, damit ich die Angehenden nicht in ihrem feindseligen #Dualismus bestärke. Der ist ja psychisch ungesund.

Als Antwort auf Ralph Möcklinghoff

@RalphAtHamburg

Genau das. Wobei ich viele der parteipolitischen Dualistinnen & Dualisten auf #Mastodon ungerne als „Trolle“ abtun würde. Es sind wohl oft sehr empfindsame und im Selbstverständnis „gute“ Menschen, die wenig reflektiert drauflos posten, wenn sie eine Nachrichtenmeldung geärgert hat. Meine Befürchtung wäre also eher, solche Leute in Richtung Trollreich anzufüttern, wo sie bisher noch gar nicht heimisch sind… 🤨🤔🧌

Als Antwort auf Michael Blume

#Steilvorlage

Mit Deiner #NaturDesGlaubens, die Dir ehemals #Konfessionsloser und auch ansonsten #widersinnig #Geprägter "natürlich" gut ins #Konzept passt, weil #Zeitgeist und #gleichermaßen systemrational-gepflegte unverarbeitet-instinktive #Bewusstseinsschwäche förmlich danach schreit, #unterstützt Du in der herkömmlich-gewohnten Art der #Ränkespiele der #Unwahrheit, wie #Putin und #Trump, den #Unglauben und somit ...⁉️

Als Antwort auf Harald Rieder

@haraldrieder Randbemerkung:
Es wird kein Mensch daran gehindert, eine Mastodon-Instanz ohne Föderierung und mit Identifizierungspflicht bei der Anmeldung zu eröffnen.

Da hätten diejenigen, die nur mit identifizierten Menschen kommunizieren wollen, ihre ganz eigene Spielwiese mit ihren eigenen Regeln. Und der ach so beliebten Klarnamenpflicht.

Könnte dann nur auch eine ziemlich leere Wiese sein…

Als Antwort auf Harald Rieder

@haraldrieder Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Nein. Sind sie nicht.

Ich könnte mich hier "Lisa Müller" nennen und das Problem geht nicht weg. Wer will beurteilen, ob das mein richtiger Name ist?
Ich benutze keinen Klarnamen, um mich zu schützen.
Eine Klarnamenspflicht schließt mich aus.

Wer hier andere Menschen angehen will, wird das tun.
Das ist nicht neu, das war nur früher nicht sichtbar, schlicht, weil die Zeitungsredaktionen solche Lesetbriefe nicht abdruckten.

Als Antwort auf thweologin

@toottheologin

Bin weiterhin gegen eine Klarnamenpflicht, will aber als Person des öffentlichen Lebens auch kein Verstecken spielen (das früher oder später ohnehin auffliegen würde).

Ist halt schade, wenn einige den Klarnamen als Einladung zum Bashing missverstehen. Ich mag mich nicht Silencen zu lassen & auch nicht die Aggressiven mit Aufmerksamkeit belohnen, sondern echten Dialog.

@syn_rst @haraldrieder

scilogs.spektrum.de/natur-des-…

Als Antwort auf Harald Rieder

@haraldrieder

Zu glauben Klarnamen brächten Verbesserung ist doch naiv, auf Facebook mobben die meisten völlig ungehemmt unter Klarnamen.

Vor allem hat es negative Effekte:
Wie willst du mit betroffenen über Depressionen oder eine ansteckende Krankheit reden ohne gleich am nächsten Tag von allen geächtet zu werden?

Und wenn jemand über seine Sexualität reden möchte, sollte es eben nicht so sein, dass man gleich gegen seinen Willen gezwungen wird, sich vor aller Welt zu outen.

Als Antwort auf Harald Rieder

@haraldrieder
Oder du äußerst dich privat politisch, aber deinem Arbeitgeber passt einfach deine Meinung nicht ins Weltbild und dank Klarnamen wirst deshalb nicht mehr befördert.

Oder du schreibst mit Klarnamen aus einem Provinz-Dorf mit 40% AFD-Wählern wie rassistisch die Leute vor Ort sind....dank Klarnamen steht am Tag darauf ein rechter Schlägertrupp vor deiner Tür!

Als Antwort auf Harald Rieder

@haraldrieder Es *gibt* eine Voraussetzung für offenen und transparenten Umgang in _allen_ Medien: Sei kein Arschloch.

Die hat aber mitnichten etwas mit der Nutzung von Pseudonymen zu tun.

Nur mit der Einstellung der Menschen.

Wenn die schlicht unzivilisiert ist, ist ein Diskurs mit diesen Menschen nicht möglich, Pseudonym hin oder Klarname her.

Als Antwort auf Harald Rieder

@haraldrieder

Ähm, nein.

Klarnamen sind definitiv keine "Voraussetzung für offenen und transparenten Umgang in den sogenannten sozialen Medien".

Es gibt jede Menge Gründe, den nicht zu nennen.

Ein Beitrag bleibt sinnvoll oder sinnlos, egal welcher Name da drauf klebt.

Ich habe immerhin ein echtes Gesicht und keinen Hundekopf, aber auch das ist kein Problem.

@BlumeEvolution

Als Antwort auf Harald Rieder

@haraldrieder

Interessant, dass dieser Kommentar mehr Interaktion erhält, als der ursprüngliche von
@BlumeEvolution - der im Übrigen nicht Klarnamen fordert, sondern nur beschreibt, dass er (in seiner Wahrnehmung) wegen des Klarnamens zum Opfer von verbalen Angriffen wird.
Auch interessant, dass auf keine der fundierten Kritiken eingegangen wird, aber andererseits auch nicht überraschend, da sich schon von vornherein immunisiert wurde, indem man alle unter Pseudonymen vorgebrachten abkanzelt.

Als Antwort auf Ch M[ae][iy]e?r 🇪🇺 🤍 🇬🇱

@Ch M[ae][iy]e?r 🇪🇺 🤍 🇬🇱 Das Problem, wenn bei jedem Account für alle sichtbar ist, wer (Identifikation der realen Person) das ist: Menschen werden Zielscheiben im realen Leben durch Menschen, die vor Belästigungen und Gewalt nicht zurückschrecken.

Heisst: Gerade kritische Stimmen gegen Hass, Hetze und Gewalt ziehen dann genau das auf sich - und zwar physisch.

Ob hinreichend prominente Personen wie @Michael Blume oder sozial engagierte Menschen, Angehörige von Minderheiten (nicht-weiss, nicht-deutsch, behindert, queer, nicht-christlich - oder einfach Frauen, die sich gegen Übergriffigkeiten und Unverschämtheiten von Kerlen im Netz wehren).

Die meisten haben keinen Personenschutz und sind machtlos, weil zB Polizei gegen diese Aktionen nichts machen kann oder will. Gerade bei anonymen Attacken im Realleben. "Anzeige gegen Unbekannt“ - „Ermittlungen eingestellt, keine Tatverdächtigen zu ermitteln“.

Wir müssen einen anderen Weg finden, um die gewalttätigen Leute im Netz effektiv dingfest zu machen und rauszukegeln, ohne dass gerade vulnerable Menschen gefährdet werden und sich aus Angst zurückziehen.

Als Antwort auf Michael Blume

"Es wäre doch super, wenn noch viel mehr Leute im Fediversum aktiv wären! Warum bleiben so wenige?"

Sollen jetzt linke und sonstwie kritische Menschen weiter in die beliebte Schuld- und Sündenbocksuche eingesponnen werden, damit das Fediversum ein reiner Marktplatz für wettbewerbsbedingt-konfuse Eitelkeiten und nach Aufmerksamkeit haschende Verwirrtheit wird❓️

Als Antwort auf Sagittarius_59

@Sagittarius_59 @Michael Blume Mann kann zwischen rechts und links auch ziviliseirt Meinungen austauschen. Zugegebenermaßen habe ich das hier im Fediversum auch schon erleben dürfen - auf Facebook geht das eigentlich gar nicht mehr. Allerdinsg gibt es hier im Fediversum auch bestimmte linke Menschen, die alles, was nicht links ist (da zähle ich mich auch dazu) ad hominem angreifen. Die sind vom Tonfall kaum oder gar nicht besser als die AFD-Fanboys auf X und Facebook, nur halt andersrum. Aber letztlich ist das halt wohl ein Spiegel der Gesellschaft, wie sie nunmal ist ...
Als Antwort auf Sagittarius_59

@Sagittarius_59 Welche Züge sind abgefahren? Das Streben der Menschheit ist insgesamt irrgeleitet, ja, aber in der linksradikalen Vorstellung davon wie man da rauskommt, sehe ich halt auch keine Lösung. Wenn Du findest, die Züge für einen zivilisierten Meinungsaustausch sind abgefahren, was genau befürwortest Du dann? Eine progressive Technokratiediktatur?
Als Antwort auf Sagittarius_59

@Sagittarius_59 Gegen die Wahrheit habe ich nichts einzuwenden, wobei die einzige objektive Wahrheit für mich in Jesus Christus besteht. Alles andere, was man so Wahrheit nennt (ich bin auch Naturwissenschaftler, also halte mich bitte nicht für einen Fanatiker), ist immer nur das bestmögliche Bemühen des menschlichen begrenzten Verstandes, idealerweise eines durch geeignete Konsensmechanismen wie (der in Idealform nicht existierende) Peer Review in der Wissenschaft, die (ebenfalls in der Praxis mit Problem behafteten) Doppelblindstudien in der Medizin, oder eben die (auch in Reinform praktisch nicht mögliche) Demokratie in der Staatenlenkung. Und da liegt es in der Natur des Menschen, dass verschiedene Individuen zu abweichenden Beurteilungen der Faktenlage gelangen, über die sie zivilisiert miteinander reden müssen.
Als Antwort auf Sagittarius_59

@Sagittarius_59 Klingt für mich ein bisschen wie diverse Utopien aus Raumschiff Enterprise. Wäre die reine Vernunft, das rein geistliche und uneigennützige logische Leben, für die Menschen in ihrer Gesamtheit zugänglich, so wären wir selber Götter. Für mich ist es Hybris, zu glauben, dass so etwas auf Erden je funktionieren könnte. Ich lasse Dir aber gern Deine Gedankenwelt, siehst Du, wir tauschen hier zivilisiert Meinungen aus, erzielen halt keine Einigung, aber damit kann ich leben.
Als Antwort auf Sagittarius_59

@Sagittarius_59 Mag sein, doch bald schon verlangte das Volk Israel nach Richtern und dann nach Königen. Gott war darüber nicht erfreut aber er gab sie ihnen. Das zentrale Problem bei Gemeinschaftseigentum sehe ich darin dass der Erfolgsanreiz für den sündigen und immer auch auf Eigennutz schielenden Menschen wegfällt. Genau wegen des Unvermögens des Menschen, die mosaischen und sonstigen Gesetze des alten Testaments auch tatsächlich einzuhalten, bedürfen wir doch der Rettung durch Jesus Christus.
in der hiesigen sündigen Welt sind wir aufgerufen das beste draus zu machen. Aber die an ihrem Eigentum festhaltenden Bürger mit Gewalt zu dessen Aufgabe und Überführung in Gemeinschaftseigentum zu zwingen halte ich nicht für "das Beste draus gemacht". Rückzug in eine Kommune mit Gemeinschaftseigentum - wems gefällt, gerne.
Als Antwort auf Tobias Ernst

"Gott war darüber nicht erfreut aber er gab sie ihnen."

Das einzige was Mensch von der Schöpfung "bekommen" hat, ist die Vernunftbegabung, ansonsten ist geistiger Stillstand ("göttliche/vernünftige Sicherung") vor dem Freien Willen, den wir als ganzheitlich-ebenbildliches Wesen aber höchstwahrscheinlich nicht erleben werden.

Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (1 Tag her)
Als Antwort auf Sagittarius_59

@tobifant

Es gehört zum Irrglaube, zu denken Mensch/Menschen haben eine Seele - OHNE entsprechende Bewusstseinsentwicklung, hat Mensch die Verbindung zum Geist und der Seele des ursprünglichen Geistes/Zentralbewusstseins.

Es wird ein anderes ganzheitlich-ebenbildliches Wesen geben, wenn Mensch es nicht schafft zu überwinden - Jesaja 55,8-11

Als Antwort auf Michael Blume

Für große Datenkraken und ihre Kunden sind Profile mit Klarnamen bestimmt ein willkommenes Fressen, darum werde ich mir sicherlich kein Klarnamen-Profil mehr zulegen. Aber wenn jemand sich gerne mit seinem echten Namen präsentieren will, warum sollte ich diese Person mobben? Es gehört definitiv eine gewisse Portion Mut dazu. Und Leute, die anderen Leute das Leben schwer machen wollen, insbesondere wenn diese Profil zeigen, gibt vermutlich leider überall.
Ich hoffe, aber, Michael, dass du weiter deinen guten Geist hier durchs Fediverse wehen lässt. Und Tipp: auch im Fediverse kann man Leute, die einen nicht zur Ruhe kommen lassen, blockieren. Ein wenig hilft das.
Als Antwort auf Ázzuen ben Aslan🔜 FurcietyCon

Ah und noch ein weiterer Gedanke dazu: Ich glaube, es war vor rund 17 Jahren, wo mir in einer virtuellen 3-D Welt erstmals so richtig bewusst geworden ist, welch ein Segen es sein kann, andere Leute zuerst über ihre selbstgewählte Darstellung (fantasievoller Avatar, Fantasiename etc.) kennenzulernen, und nicht meinen ersten Eindruck von einem "echten" Anblick und/oder Namen abhängig zu machen. Denn auf z.B. einen "Reineke Fuchs" uns seine Ansichten ist man unvoreingenommen neugierig, während man (ob man es will oder nicht) Leuten mit fremdländischen Namen oder ungewohntem Aussehen schnell weniger offen gegenüber ist und oft gleich die scheinbar passende Schublade aufzieht.

Sowohl damals in der virtuellen 3-D Welt als auch in jüngerer Vergangenheit in der Furry-Community habe ich mehrfach erlebt, dass über den erzwungenermaßen vorurteilsfreien ersten Eindruck gute Kontakte entstanden sind, die ich mir andernfalls ganz sicherlich nicht ausgesucht hätte. Man hat schließlich keine Ahnung, ob jener freundliche Fuchs, mit dem man sich da gerade unterhält, alt oder jung ist, Mann oder Frau, welcher Volksgruppe er zuzurechnen ist oder gar welchem Glauben, etc.