Heute einen Iraner (Asylgrund Christ) aus unserer Gemeinde gefragt, wie er sich fühlt. Antwort: "Großartig! Khomeni ist tot! Danke Bibi, Danke Trump! #
Persien wird frei sein, die Menschen tanzen auf den Straßen."
Diese Seite sollte man auch mal sehen. Ja, der Angriff verletzt #
Völkerrecht. Ja, es ist gefährlich, wenn die USA die regelbasierte Ordnung damit begraben. Im Iran wurde aber fast 50 Jahre lang #
Menschenrecht mit Füßen getreten und Iran selbst respektiert kein #
Völkerrecht, wenn er Israel das Existenzrecht abspricht. Der unauflösbare Konflikt zwischen Völker- und Menschenrecht, eine Lücke in der internationalen regelbasierten #
Rechtsordnung, hat dazu geführt hat, dass wir jahrzehntelang hilflos zusehen mussten, wie Bösewichte ihre Völker quälen und sich gegen die freiheitliche Grundordnung des Westens verschwören. Ich habe früher oft gedacht, dass man mal im Westen einen politischen Führer bräuchte, der den Diktatoren dieser Welt bei ihrem üblen Spiel Paroli bietet, notfalls auch entgegen Völkerrecht, wenn das Menschenrecht höher wiegt. Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass dieser Präsident das aus Überzeugung und mit guten Absichten tut. Das darf man bei Trump bezweifeln. Dennoch finde ich viel von dem Gerede über die Völkerrechtswidrigkeit des US/Israel-Angriffs auf den #
Iran entweder scheinheilig oder doch zumindest völlig weltfremd. Wer vor den Schergen der Revolutionsgarden und Mullahs Angst hat oder flieht, hat ganz anders im Sinn als solche abstrakten Gedankenkonstrukte.
Andreas Kilgus
Als Antwort auf Tobias Ernst • • •Tobias Ernst
Als Antwort auf Andreas Kilgus • •@Andreas Kilgus Das Wort "Reach" stammte aus meinem Munde, sagen wirs anders: Ob solche Beiträge hier auf Interesse stoßen.
Wenn ich länger drüber nachdenke, so habe ich für den gleichen Beitrag auf Facebook zwar Likes gekriegt, aber auch nur von meiner Blase, und die meisten Likenden kannten entweder Sandra oder Pfr. Andreas oder beide. Also habe *ich* da auch keinen "Reach" erzielt.
Es erläutert aber das grundlegende Problem: Dei meisten hängen auf Facebook ab weil es für sie ein Mittel zum Kontakthalten mit Freunden, die zu weit weg wohnen, mit losen Kontakte, die man tatsächlich aus dem echten Leben kennt, und so weiter ist. Dieses Mittel kann das Fediversum nicht sein da die Chance sehr niedrig ist, solche Leute hier zu finden und oder alle auf einmal zum Mitumziehen zu bewegen.
Grundsätzlich eröffnet das aber die Möglichkeit, hier themenorientiert neue Kontakte zu knüpfen und Inhalte auch sehr weit verbreiten zu können, wenn sie eben tatsächlich gefragt sind.
Die Frage ist dann letztlich: Was für Inhalte sind hier gefragt? Und da ist sich Sandra mit ihrer sehr speziellen Sichtweise auf Theologie noch reichlich unsicher, ob sie hier überhaupt auf Interessenten träfe. Nun, nur Versuch macht kluch, das kann ich ihr auch nicht abnehmen, da muss sie schon selber authentisch auftreten.
Andreas Kilgus mag das.
Andreas Kilgus
Als Antwort auf Tobias Ernst • • •@Tobias Ernst Mit meinem Abschied von Facebook sind in der Tat ein paar sehr lose Fäden zu Leuten, denen ich irgendwann mal in bestimmten Kontexten begegnet bin, endgültig gerissen.
Ein paar mit weniger losen Fäden sind allerdings durchaus auch hier anzutreffen. Tendenziell aber zugegebenermaßen eher diejenigen, die ich ursprünglich aus dem Usenet kenne, die also in Sachen Social Media sowieso etwas anders ticken als die Durchschnittsbürgerin.
Zu Sandras Inhalten: Ich bin recht zuversichtlich, dass, wenn jemand etwas Besonderes zu erzählen hat („spezielle Sichtweise auf Theologie") und sich darüber austauschen möchte, sich im Fediverse auch ein Publikum dafür findet. Funktioniert ja auch bei Bestattern, Steinmetzinnen, … Aber, wie Du bereits vollkommen richtig schriebst: „Versuch macht kluch." 🙂