Ich finds ja gut, wenn Leute aufmerksam auf #Ki-generierte Inhalte sind.
Jetzt kam es aber schon mehrfach vor, dass ich bei 100% menschengenerierten Inhalten gefragt wurde, ob das KI ist. Und irgendwie hat mir das gar nicht gefallen. Zumal wenn auf mein "nein" dann noch ein "klingt aber so" oder "och komm!" kam.
Seither versuche ich zu verarbeiten, was mich daran so stört. Denn ich finds ja gut, wenn Leute aufmerksam auf KI-Inhalte sind.
Ich glaube, es liegt daran, dass die Wertschätzung dadurch komplett verloren ging. Und auch der Hinweis, dass es nicht von KI kam, daran nichts mehr geändert hat.

(Siehe auch last boost.)

#ki
Als Antwort auf Lichdi

@Lichdi @reticuleena
Leena Simon
Ja es hat viel mit dem Verlust von Authentizität/Wahrhaftigkeit zu tun. Dazu kommt aber auch der plötzliche Verlust von Qualität, die vielfach mit investierter Zeit, Erfahrung und Aufmerksamkeit zusammen hängt. Ein guter Text braucht wie auch #Kunst (egal welcher Bereich) #Hinterland, was nur durch menschliche Lebenzeit, Recherche, Austausch, Kommunikation entstehen kann.

Generative #KI und die ad-hok Verfügbarkeit massenhafter beliebiger Inhalte, stellt all das vordergründig infrage. KI gefährdet Werte, die bisher allgemein akzeptiert und gewertschätzt wurden.

Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (1 Woche her)
Als Antwort auf reticuleena Leena Simon

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Wenn ich mir die Kommentare in diesem Post so ansehe, glaube ich, es geht auch viel auf die Art und Weise zurück.

Viele werden sehr herablassend, wenn sie KI vermuten.
Und man hält sich auch für so schlau, wenn man meint KI erkannt zu haben. Das lässt dann keine fteundliche Nachfrage mehr zu.

Passt auch zu der Art, wie Leute hier im Fediverse teilweise regelrecht beschimpft werden, wenn sie tatsächlich KI-Zeugs posten. (Mutet sie halt, wenn ihr das nicht sehen wollt.)

Was ich damit sagen will: Auch KI-Ablehnung kann sehr schädlich eingesetzt werden und damit - obwohl aus guten Motiven heraus - das Problem von KI noch vergrößern.

Wir müssen noch sehr viel lernen beim Umgang mit KI. Und zwar nicht nur die anderen. Wisstschon die die das unreflektiert nutzen und gar keine Ahnung haben, was sie damit anrichten. Nicht nur die. Auch wir supergescheiten, die das natürlich alles schon viel besser wissen.

framapiaf.org/@davidrevoy/1170…

Als Antwort auf reticuleena Leena Simon

Ja, auch bei diesem Thema, wie bei so vielen anderen, gibt es in sozialen Netzen of nur schwarz oder weiß, und keine Zwischentöne. Noch dazu werden eigene Standpunkte mit aller Macht verteidigt, bis hin zum Beschimpfen und Blocken.

Mir fehlt allzu oft etwas mehr Toleranz. Auch ich sehe #KI recht kritisch, gerade weil ich als Entwickler voraus sehe, worauf es hin läuft. Aber darüber müsste man halt sachlich sprechen.

#ki
Als Antwort auf reticuleena Leena Simon

Ich bin sehr sicher, dass die wenigsten Menschen unterscheiden können, ob ein Text mit nicht-wissenschaftlichem Inhalt von einem Sprachmodell erstellt wurde oder nicht. Sprachmodelle selbst können es btw auch nicht wirklich gut erkennen.
Von daher sollte man – was immer eine gute Idee ist, auf den Inhalt und auf die Person achten. Ganz oldschool und analog.
Und wer Sprachmodelle nutzt, um seine Beiträge feinzuschleifen, sollte unbedingt seinen "human touch" dazugeben.
Meine 5 Cent.
Als Antwort auf Johannes Link

@Johannes Link

dass allein der Verdacht meine Lust deutlich schmälert, mich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen.


Exakt das war ja das Dilemma, was
@reticuleena
Leena Simon
im Ausgangspost ansprach. Hier verhindern/zerstören LLMs wirklich Kommunikation schon im Keim, bevor sie ihre bestenfalls positive Wirkung entfalten kann.

Als Antwort auf reticuleena Leena Simon

Sieh's so: Wenn Sich jemand drum kümmert wie ein Text erzeugt wurde, dann hat er kein Interesse am Inhalt.
Wenn der Inhalt relevant ist, dann wird man darüber sprechen.

Von daher erkennst Du an solchen Kommentaren einfach die, die's eh ned interessiert hat.

Zum Prüfen meiner These: Spielt es für Dich eine Rolle, ob meine Zeilen hier aus einem LLM stammen?

Als Antwort auf Thomas Eisenbock

@et Es ging beim letzten Mal um eine Zusammenfassung eines gerade laufenden Fußballspiels, die jemand netterweise für mich geschrieben und sich extra viel Mühe gegeben hatte, damit es durch die Beschreibung lebendig wird. Die Leute mit denen ich gemeinsam an einem Ort ohne TV war, waren am Spiel interessiert, aber waren der Ansicht, dass es KI sein müsse. Genau das, was den Text lebendig machte, wurde als KI-Tell gewertet. Sie scherzten dann, dass mir der Freund nur nicht sagen würde, dass das KI-generiert sei. (Ich kriege solche Berichte aber schon länger als es LLMs am Markt gibt und sie waren schon immer so.) Weitere Berichte vom Spiel hab ich dann nicht mehr vorgelesen. Hab das in dem Moment nicht so benennen können aber ich merke daran, wie lange es mir nachhängt, dass ich das echt blöd fand.
Als Antwort auf reticuleena Leena Simon

Volle Zustimmung! Bei manchen treibt der Verdachtswahn schon solche Blüten. Das kommt davon, wenn man sich einbildet, man könne KI-generierte Inhalte in jedem Fall erkennen, weil die ganz bestimmte Kriterien erfüllen. Das ist jedoch zum Scheitern verurteilt. Die Grenzen sind nicht so einfach sichtbar. Es liegt an uns Menschen, sie in allen Fällen bewusst sichtbar zu machen. Aber wie ich uns kenne, lagern wir die Aufgabe, KI-generierte Inhalte als solche zu markieren, blöd wie wir sind ebenfalls an eine KI aus...
Als Antwort auf Rosa Meyer

@rosa Ich erwische mich dabei, neuerdings Gedankenstriche zu vermeiden und wenn, dann nehme ich absichtlich die falschen (also den Bindestrich) und dann korrigiere ist es doch wieder zum richtigen, weil ich es nicht einsehe, etwas zu ändern, was ich für guten Stil halte, weil es neuerdings ein KI-Tell ist.
Ich sehs eigentlich nicht ein, weil ich immer schon gerne mit Gedankenstrichen gearbeitet habe, das jetzt zu ändern. Dann erwische ich mich doch dabei, sie zu vermeiden.
Als Antwort auf reticuleena Leena Simon

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@aoeBerlin @wolf framapiaf.org/@davidrevoy/1170…


Authenticity Problem

Bonus timelapse: peppercarrot.com/en/miniFantas…

#webcomic #krita #miniFantasyTheater


Als Antwort auf reticuleena Leena Simon

Oh ja, für Halbgeviertstrich-Ultras drängt sich Selbstzensur aktuell geradezu auf, wenn man als Schreibende nicht für ein LLM gehalten werden möchte. Blöd nur: Im Grunde ist man dabei fast immer in der Defensive, denn morgen ist schon die nächste stilistische Besonderheit ein vermeintlich sicheres Indiz für AI-Nutzung. Und neben der Wertschätzung geht auch zwischenmenschliches Vertrauen verloren, wenn man alles in diese Richtung hinterfragt :-(
Bei aller fraglos vorhandenen potenziellen Nützlichkeit von GenAI-Anwendungen: Sie machen vor allem unfassbar viel kaputt. (Und wenn man sich Gestalten wie Altman anguckt, kommt man nicht umhin zu vermuten: Das ist so gewollt …) @rosa
Als Antwort auf reticuleena Leena Simon

1/2
In Fällen, wo ich mir sicher bin, blockier ich d. Account unkommemtiert.

Wo ich mir unsicher bin, versuche ich so höflich wie möglich nachzufragen, ob zur Erstellung eines Bildes gen.Ki genutzt wurde u. bete, dass die Frage überhaupt und dann ehrlich beantwortet wird.
Manchmal frage ich noch nach dem Künstler, damit ich im Echtheitsfall Support in die Richtung des menschlichen Künstkers schicken kann.

Ich hatte aber schon mal den Fall, wo ein Bild angeblich digital " gemalt"

Dieser Beitrag wurde bearbeitet. (1 Woche her)
Als Antwort auf Viktoria D. Richards/Uddelhexe

2/2

worden sei und auf meine Nachfrage nach dem Künstler/in kam dann, dass die Person nicht genannt werden will und weder Website noch irgendwo Internetpräsenz oder Ausstellungen analog hat und da dachte ich: jo, is klar. Ein Künstler auf dem Niveau von klassischer Malerei im Realismus-Stil mit Ausführung im digitalen Medium hat keinerlei Online Präsenz mit den eigenen Werken und macht das nur für sich im Kämmerlein. Völlig unrealistisch.
Das war dann auch Block meinerseits.

Als Antwort auf reticuleena Leena Simon

@reticuleena
Leena Simon
Tatsächlich versuche ich inzwischen wo immer es geht Gedankenstriche zu vermeiden, damit mir sowas nicht passiert ... Ich halte allerdings den Einzug von KI in den schriftlichen Austausch der Gesellschaft für nicht mehr abwendbar. Ich kommuniziere viel mit Geschäftspartnern in Asien und ganz ehrlich, das funktioniert deutlich besser seit die mit KI schreiben ... Fühlt sich zwar etwas unpersönlciher an aber jetzt versteh ich endlich was die von mir wollen, was sonst häufig arg kryptisch war. Nur mal so ein Beispiel. Der rein menschengemachte Text wird sich seine Nischen finden, wo er weiterhin geschätzt wird. Aber die KIs sind da um zu bleiben, sowohl die autnonmen Agenten als auch die schreibfaulen Menschen die nun einfach ihre KI für sich schreiben lassen.
Als Antwort auf reticuleena Leena Simon

Ich neige inzwischen dazu entweder keine Bilder zu posten oder wie sind handwerklich eher schlecht gemacht dass sich eine Frage nach KI erübrigt

Aber es nervt zusehends, dass Menschen (auch ich) grundsätzlich dazu neigen zumindest für sich selbst zu hinterfragen, in dieses Bild oder jenes Video aus dem Datenstrom eines LLMs entstand.

Und ja, damit geht Wertschätzung und auch Motivation flöten

Als Antwort auf Jürgen Wilhelm

Ich bleibe aber optimistisch: Wir gehen gerade durch ein tiefes Tal der Tränen. Und danach wird ein System entstehen, in dem Vertrauen der Wert an sich sein wird. Denn niemand bei klarem Verstand wird noch einer AI vertrauen. Und dann werden menschliche Beziehungen wieder zentral werden. FYouTechbros. (Ok, bitte nehmt mir nicht diesen Glauben :))
Als Antwort auf Jürgen Wilhelm

@Montrose Was damit zusammenhängen könnte, daß kaum noch jemand der hiesigen Bildungsinländer einen Bezug zu eigener produzierender Arbeit zu haben scheint. Wer mit seinem Bildungswerdegang darauf hinwirkt, nur noch die von anderen geleistete Arbeit zu verwalten, hat keinen Begriff von Handwerkskunst und glaubt auch, es gebe keine Arbeiterklasse mehr.
Als Antwort auf reticuleena Leena Simon

Erinnert aber auch an Zeiten vor dem Internet. "Haha, wo hast du das denn her?" habe ich oft gehört, wenn ich etwas Unterhaltsames äußerte. Offenbar konnten viele Menschen sich schon damals, als die Glotze noch als Verblödungsinstrument Nr. 1 galt, nicht vorstellen, daß ein nicht berühmter Mensch selbst über Geist verfügt.
Als Antwort auf reticuleena Leena Simon

es ist halt mitlerweile echt schwierig geworden ein gutes "kunstwerk" von ki generierten inhalten zu unterscheiden. beim belustigenden durchklicken von ki videos habe ich mich z.b. heute gefragt ob bei einem musikvideo nicht wenigstens die stimme echt sei, war sie aber wohl nicht. dann lief irgendwann crab rave und wir haben uns doch stark gefragt ob man so ein video heutzutage durch ki (mit guten prompts und schnitt) generieren könnte wenn es das original damals nicht gegeben hätte