Ich war immer mehr eine Facebook-Person als eine Twitter-Person. Auf X gibts im Prinzip nur Meinungsmache, leider ist das hier auf Mastodon auch nicht viel anders (nur dass die Meinungen andere sind). Auf Facebook gibt es Gruppen/Foren zu Spezialthemen, kein Zeichenlimit, mehr Möglichkeiten um wirklich mit Freunden Kontakt zu halten. Nun hab ich mir #Friendica angeschaut, das sagt mir mehr zu als Mastodon, aber da scheinen ja noch viel weniger User unterwegs zu sein als auf Mastodon?
Der Marek
Als Antwort auf Tobias Ernst • • •@Tobias Ernst
Hallo von Friendica auf kassel.social. Die bekannteren Fediverse Anwendungen wie Mastodon, Friendica und Pixelfed haben sich, teilweise stark, jeweils an Twitter, Facebook und Instgram orientiert.
Dies hat wahrscheinlich viel damit zu tun das man eben den verschiedenen "Typen" eine gewohnte UX bieten möchte. Der große Vorteil im Fediverse ist jedoch das alle Anwendungen den Anspruch haben mit einander kompatibel zu sein. Du kannst also zum Beispiel Friendica nutzen und dort mit Mastodon-Nutzern gleichwertig interagieren.
Wie gesagt nutze ich selbst Friendica aber ca. 80 % meiner Kontakte sind auf Mastodon Instanzen.
Der Marek
Unbekannter Ursprungsbeitrag • • •Zum Thema "Wechselbereitschaft Richtung Fediverse":
Eine der größten Herausforderungen beim Einstieg ins Fediverse ist aus meiner Sicht die Frage: Wo melde ich mich an? Ein Blick auf die Mastodon-Sphäre zeigt, dass viele sich dort anmelden, wo bereits die anderen sind – mastodon.social hat 370.000 aktive Nutzer, während die zweitgrößte Instanz, Mastodon.jp, nur 18.000 zählt. 40 % aller Mastodon-Nutzer sind auf einer einzigen Instanz, was zeigt, dass viele bei der Wahl eher der Masse folgen als sich mit Instanzregeln oder Moderationsrichtlinien auseinanderzusetzen.
Ich persönlich präferiere und betreibe einen regionalen Ansatz, da ich bei Social Media immer das Bedürfnis hatte, mich nicht nur thematisch, sondern auch mit Menschen aus meiner realen Umgebung zu vernetzen und über Ereignisse in meiner Region informiert zu bleiben.
... mehr anzeigenMeine Motivation hinter kassel.social ist es also, den Menschen aus der Region eine Plattform zu bieten, die den offenen Austausch im Fediverse mit einer direkten Anbindung an das
Zum Thema "Wechselbereitschaft Richtung Fediverse":
Eine der größten Herausforderungen beim Einstieg ins Fediverse ist aus meiner Sicht die Frage: Wo melde ich mich an? Ein Blick auf die Mastodon-Sphäre zeigt, dass viele sich dort anmelden, wo bereits die anderen sind – mastodon.social hat 370.000 aktive Nutzer, während die zweitgrößte Instanz, Mastodon.jp, nur 18.000 zählt. 40 % aller Mastodon-Nutzer sind auf einer einzigen Instanz, was zeigt, dass viele bei der Wahl eher der Masse folgen als sich mit Instanzregeln oder Moderationsrichtlinien auseinanderzusetzen.
Ich persönlich präferiere und betreibe einen regionalen Ansatz, da ich bei Social Media immer das Bedürfnis hatte, mich nicht nur thematisch, sondern auch mit Menschen aus meiner realen Umgebung zu vernetzen und über Ereignisse in meiner Region informiert zu bleiben.
Meine Motivation hinter kassel.social ist es also, den Menschen aus der Region eine Plattform zu bieten, die den offenen Austausch im Fediverse mit einer direkten Anbindung an das Geschehen in ihrer Umgebung verbindet.
Dezentralität bedeutet für mich nicht nur die technische Verteilung auf viele Server, sondern auch eine soziale und geografische Verteilung – also Strukturen, die sich aus lokalen Gemeinschaften heraus entwickeln, anstatt sich um einige wenige zentrale Instanzen zu gruppieren. Ein föderiertes Netzwerk sollte nicht nur eine Alternative zu bestehenden Plattformen sein, sondern eine andere Art der Vernetzung ermöglichen – eine, die sowohl den globalen Austausch als auch eine tiefere Verankerung im realen Umfeld unterstützt.
Tobias Ernst
Als Antwort auf Der Marek • •@Der Marek @Tobias Ernst @Matthias @caos Nachdem meine Freindica-Instanz nun funktioniert, komme ich mal auf den Klumpen/Dezentralitätsaspekt zurück, und korrigier mich bitte, falls ich was noch nicht verstehe.
Die Anmeldung bei einem großen Server mit vielen aktiven Nutzen hat scheinbareinen Vorteil - man findet sofort unterschiedlisten Content, mit dem man interagieren kann. Auf meiner eigenen 1-User-Fediverse-Instanz dagegen liefert das Suchfeld nur Inhalte, die die Instanz bereits heruntergeladen hat, weil konkret ich damit interagiert habe.
Das wäre kein Problem, wenn ich Leute auf meine Instanz einlade mit dem Ziel, dass wir primär er
... mehr anzeigen@Der Marek @Tobias Ernst @Matthias @caos Nachdem meine Freindica-Instanz nun funktioniert, komme ich mal auf den Klumpen/Dezentralitätsaspekt zurück, und korrigier mich bitte, falls ich was noch nicht verstehe.
Die Anmeldung bei einem großen Server mit vielen aktiven Nutzen hat scheinbareinen Vorteil - man findet sofort unterschiedlisten Content, mit dem man interagieren kann. Auf meiner eigenen 1-User-Fediverse-Instanz dagegen liefert das Suchfeld nur Inhalte, die die Instanz bereits heruntergeladen hat, weil konkret ich damit interagiert habe.
Das wäre kein Problem, wenn ich Leute auf meine Instanz einlade mit dem Ziel, dass wir primär erstmal in unserer bestehenden sozialen Gruppe untereinander agieren.
Es ist aber ein Problem, wenn ich Leute auf meine Instanz einladen, um ihnen "das Fediverse" zu zeigen und sie dieses erforschen wollen. Dafür scheint meine bisher 1-User-Instanz keine geeignete Basis zu sein. Von dem sehen sie nämlich, wenn sie die Suchfunktion verwenden, nur einen winzig kleinen Ausschnitt - den, den die Instanz sich schon herutnergeladen hat, weil ich damit interagiere. Suchen nach irgendwelchen Hashtags führen meist ins Leere - eben weil und solange dieser Hashtag in dem bereits heruntergeladenen Content nicht vorkommt. Sehe ich das soweit richtig?
Insofern jedenfalls ist mein Erleben, dass auch ich, wenn ich neue Hashtags erforschen möchte, oder nach Personen suche, das derzeit weiter auf meinem Mastodon-Account bei einem großen Server tue, wenn ich dann einen interessanten Beitrag finde, diesen dann meiner Instanz bekannt mache (mit ziemlichen Verrenkungen - ich muss den Link zum Beitrag kopieren, mich dann aus Mastodon abmelden, und erst dann kommentieren oder liken und da dann angeben, dass ich das von meiner Instanz aus tun will; auf diesem Weg hab ich auch den vorliegenden Thread "rübergezogen").
Jetzt wär meine Frage: Ist das so und gewünscht, oder mach ich noch was falsch? Kann ich noch etwas an der Instanz konfigurieren, was dazu führt, dass die Suche Beiträge zu im Fediverse kursierenden Inhalten und Hashtags findet, ohne dass solche Klimmzüge erforderlich sind?
caos
Als Antwort auf Tobias Ernst • • •Die Gruppen können auch von Mastodon.Usern genutzt werden. Auch wenn von da aus (wie so vieles) es dann weniger übersichtlich aussieht.
Christoph Brodesser
Als Antwort auf caos • • •Der Marek
Unbekannter Ursprungsbeitrag • • •Ich sehe es so, dass das Fediverse nicht nur technisch dezentral, sondern auch sozial divers ist. Mit divers meine ich, dass fast jeder eine eigene Vorstellung, Bedürfnisse und Erwartungen an das Netzwerk hat.
Das Spannende daran ist, dass es einen gemeinsamen Nenner – einen minimalen Konsens – geben muss, um miteinander interagieren zu können. Dies ist meines Erachtens sowohl ein technischer (in Bezug auf die Protokolle) als auch ein soziologischer Evolutionsprozess (in Bezug auf die Nutzung der Anwendungen).
Es ist ganz typisch, dass das Neue aus dem Alten hervorgeht (Facebook → Friendica). Dabei sollte das, was gut funktioniert hat, beibehalten und problematisches verbessert werden.
Dieser Prozess hat im Fediverse bereits begonnen, und ich bin überzeugt, dass es im „Fediverse 2.0“ Anwendungen geben wird, die sich nicht mehr mit Facebook, Instagram und Co. vergleichen lassen. Denn diese kommerziellen Plattformen sind darauf ausgelegt, alles dafür zu tun, die Nutzer auf ihren Plattformen isoliert zu halten.
Stattd
... mehr anzeigenIch sehe es so, dass das Fediverse nicht nur technisch dezentral, sondern auch sozial divers ist. Mit divers meine ich, dass fast jeder eine eigene Vorstellung, Bedürfnisse und Erwartungen an das Netzwerk hat.
Das Spannende daran ist, dass es einen gemeinsamen Nenner – einen minimalen Konsens – geben muss, um miteinander interagieren zu können. Dies ist meines Erachtens sowohl ein technischer (in Bezug auf die Protokolle) als auch ein soziologischer Evolutionsprozess (in Bezug auf die Nutzung der Anwendungen).
Es ist ganz typisch, dass das Neue aus dem Alten hervorgeht (Facebook → Friendica). Dabei sollte das, was gut funktioniert hat, beibehalten und problematisches verbessert werden.
Dieser Prozess hat im Fediverse bereits begonnen, und ich bin überzeugt, dass es im „Fediverse 2.0“ Anwendungen geben wird, die sich nicht mehr mit Facebook, Instagram und Co. vergleichen lassen. Denn diese kommerziellen Plattformen sind darauf ausgelegt, alles dafür zu tun, die Nutzer auf ihren Plattformen isoliert zu halten.
Stattdessen sollte das Fediverse eine modulare Zukunft haben: Nutzer sollten mit einer einzigen Identität flexibel verschiedene Anwendungen und Funktionen nutzen können – auch wenn sie auf unterschiedlichen Servern oder Instanzen laufen. Der Fokus sollte nicht auf der Nachbildung einzelner Plattformen liegen, sondern auf einer offenen, vernetzten Struktur, die alle Content-Typen (Text, Bilder, Videos) nahtlos integriert und individuell konfigurierbar macht. Erste Schritte in diese Richtung gibt es bereits mit OAuth und OpenID Connect, aber um wirklich unabhängig von einzelnen Instanzen zu sein, braucht es noch bessere Konzepte für föderierte Identitäten.
Der Marek
2025-02-15 18:18:24