Mir als Christ macht es zu schaffen, dass die Partei mit dem C im Namen ist, wie sie ist. Dazu habe ich vor Jahren einen Artikel geschrieben - an die, die #CSU #CDU wählen. Bis jetzt bekam ich EINE Antwort. Ich zögere, den Text zu aktualisieren, denn eigentlich ist alles noch viel schlimmer geworden. kuschelkirche.de/liebe-unionsw…
Liebe Unionswählerinnen und Unionswähler | Heiko Kuschel
Es gab mal eine Zeit, da wählte „man“ als Christ ganz selbstverständlich die Partei mit dem C im Namen. Pfarrer (-innen gab’s noch nicht) riefen mehr oder weniger unverhohlen von der Kanzel dazu auf.Kuschelkirche.de
Steffen_S
Als Antwort auf Heiko Kuschel • • •Heiko Kuschel
Als Antwort auf Steffen_S • • •Tobias Ernst
Als Antwort auf Heiko Kuschel • •Was die Flüchtlingspolitik betrifft: Wer aus seiner Heimat fliehen muss, weil er beim Bibelverteilen erwischt wird, sollte ohne Wenn und Aber bei uns Asyl bekommen. Tatsächlich bekommt er/sie das meistens nicht, die SELK hat in Berlin-Steglitz eine Gemeinde aus wirklich christlich gläubigen Iranern und Afghanen, die fleißig jede Woche zum Gottesdienst kommen und wo sich der deutsche Pfarrer dennoch völlig im Behördenkrieg aufreibt weil seinen Schäfchen der Glaube nicht geglaubt wird (das BAMF prüft Dinge aus der deutschen Folklore, die für den christlichen Glauben nicht relevant sind, und glaubt den Glauben aber nicht, wenn zentrale Glaubenssätze aus Katechismus usw. aufgesagt und ausgelegt werden, was will man da noch sagen). Dort wird regelmäßig versucht, iranische/afghanische Christen in den direkten Tod abzuschieben. Das ist erbärmlich.
Ich sehe nur nicht, wie die Grünen dieses Problem lösen. Im Wesentlichen auf eine linke Flüchtlingspolitik geht es doch zurück, dass unser Pfarrer in Berlin seine Schützlinge aus den Flüchtlingsunterkünften evakuieren und alle ins Kirchenasyl nehmen muss, weil sie in den Flüchtlingsunterkünftem zusammen mit muslimischen Flüchtlingen untergebracht sind und von diesen dort ebenfalls bedroht und schikaniert werden.
Ja, den Verfolgten soll man helfen. Allerdings geht der christliche Glaube davon aus, dass man seinem *Nächsten* helfen soll, den Menschen, die Gott zu mir führt, werde ich auch jederzeit helfen, egal welchen Glaubens sie sind, solange sie als Freunde, Hilfesuchende und Gäste zu mir kommen. Der Glaube adressiert mich als gläubigen Menschen, er adressiert nicht unbedingt die weltliche Macht, die für Ordnung zu sorgen hat.
Da der Teufel jedoch sein Unwesen in dieser Welt nicht nur bei uns sondern auch anderswo treibt, sind wir in einer Situation angekommen, wo der Flüchtlingsstrom neben den tatsächlich Hilfesuchenden und dankbaren Flüchten eben auch solche Flüchtlinge sind, die ihre christenfeindliche oder antisemitische Kultur bei uns implementieren wollen, teiles aus Eigenantrieb, teils weil der Flüchtlingsstrom von Autokraten in Moskau und Teheran extra mit solchen Leuten angereichert wird, um die Gesellschaften bei uns zu destabilisieren. Hier ist die weltliche Wacht als ordnende Macht gefragt.
Das ist etwas, was noch kaum eine Partei korrekt erkannt hat, was die Grünen aber wohl als allerletzte erkennen werden. Die CDU hat immerhin richtig erkannt dass man die Migration besser steuern wird. Bedauerlicherweise, da stimme ich zu, macht sie das nicht immer auf christliche Weise (siehe Story aus Berlin oben). Was daran liegen dürfte, dass der lebendige Glaube in unserer Gesellschaft (und damit auch in der CDU) leider zu einem Minderheitenphänomen geworden ist.
Heiko Kuschel
Als Antwort auf Tobias Ernst • • •Ich kann diese Dinge bei Herrn Hagel leider in keiner Weise erkennen. Für mich, der ich hier im Präventionsteam sexuelle Gewalt arbeite und da sehr sensibilisiert bin, wären die Äußerungen aus dem bekannten Interview ("rehbraune Augen" etc) ein absolutes Stopsignal, unabhängig von der Partei. Ich will auch nicht, dass ein 29jähriger Politiker über meine Tochter (Realschule, knapp 15) so redet.
Heiko Kuschel
Als Antwort auf Heiko Kuschel • • •Heiko Kuschel
Als Antwort auf Heiko Kuschel • • •Tobias Ernst
Als Antwort auf Heiko Kuschel • •Heiko Kuschel
Als Antwort auf Tobias Ernst • • •Immer, wenn man Menschen hilft, werden ein paar wenige (es SIND wenige, aber halt sehr auffällige) dabei sein, die es nicht verdient haben.
Und: Wir haben Religionsfreiheit. Ich finde die auch sehr wichtig. Nur Christen aufzunehmen und Muslime auszuschließen, wäre gegen das Grundgesetz.
Tobias Ernst
Als Antwort auf Heiko Kuschel • •Tobias Ernst
Als Antwort auf Tobias Ernst • •Tobias Ernst
Als Antwort auf Tobias Ernst • •Heiko Kuschel mag das.
Heiko Kuschel
Als Antwort auf Tobias Ernst • • •Tobias Ernst
Als Antwort auf Heiko Kuschel • •Heiko Kuschel
Als Antwort auf Tobias Ernst • • •Tobias Ernst mag das.
Tobias Ernst
Als Antwort auf Heiko Kuschel • •Heiko Kuschel
Als Antwort auf Tobias Ernst • • •Bin übrigens auch auf Friendica, aber eher testweise, komme damit nicht gut klar.
@heiko
Heiko Kuschel
Als Antwort auf Heiko Kuschel • • •Da meine Antwort jetzt auch sehr lang geworden ist, antworte ich mal auf Friendica, ich denke, wer mitliest, kann es dann auch auf Mastodon sehen.
Erst mal: Danke für deine ausführliche Antwort! Das schätze ich sehr. Ich antworte jetzt mal abschnittsweise auf deinen Text.
Die Gemeinde in Steglitz kenne ich, wir hatten sogar mal Kontakt, weil hier aus dem Kirchenasyl heraus auch eine kleine Farsi-Gemeinde entstanden ist. Eine Zeitlang hatten wir mindestens eine Taufe pro Monat. Auch die Situation mit den Glaubensprüfungen sehe ich ganz genauso.
Ich sehe nach wie vor kritisch, dass immer mehr Menschen, die bei uns Schutz suchen, pauschal abgelehnt werden, weil sie aus „sicheren Herkunftsländern“ kommen, die aber in Wirklichkeit nicht sicher sind. Dass die gemeinsame Unterbringung mit ihren „Fluchtursachen“ ein großes Problem ist, sehe ich auch so. Ich weise aber darauf hin, dass die meisten Muslime ebenfalls genau wegen diesen Leuten geflohen sind. Das ist kein Problem Islam gegen Christentum, sondern religiöser Extremismus/Fanatismus gegen – hm – ich nenn’s mal Liberale.
Dass Moskau und Teheran und möglicherweise andere Player Flüchtende dazu nutzen, uns zu destabilisieren, sehe ich auch so. Können wir deswegen ALLEN die Hilfe verweigern? Das glaube ich nicht.
Wo wir auch übereinstimmen: Die CDU macht das nicht immer auf „christliche Weise“. Ich frage mich oft, ob ich so heftig auf die CDU reagieren würde, wenn sie nicht das C im Namen hätte. Vielleicht wäre mir das alles dann ein ganzes Stück egaler, ich kann es wirklich nicht sagen.
Die Grünen wollen, wenn ich das richtig im Kopf habe, eben nicht die großen zentralen Unterkünfte über lange Zeit. Die sind unmenschlich, ja menschenunwürdig. Das ist CDU-Politik. Und ich schrieb bereits: Es muss doch jedem klar sein, dass das auf jeden Fall zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen muss, wenn man so viele Menschen ohne jegliche Perspektive auf so engem Raum so lange zusammenpfercht. Völlig unabhängig von Nationalität und Religion. Dezentrale Unterbringung wäre möglich. Arbeitserlaubnis wäre möglich, war von der Ampel fast fertig vorbereitet, als die FDP die Ampel gesprengt hat. Was das an Konflikten verhindern würde! Und die Leute würden Steuern zahlen, statt uns auf der Tasche zu liegen. Noch dazu suchen wir doch in allen möglichen Bereichen dringend Arbeitskräfte. Hier sitzen sie in „Ankerzentren“ und drehen jahrelang Däumchen.
Und: Wer sich nicht integriert, nicht integrieren will, wer straffällig wird: Da müssen wir dann natürlich genau so konsequent sein wie bei allen anderen auch. Ein Problem dabei ist allerdings, das du vielleicht aus Steglitz auch kennst: „Straffällig“ ist man ja schon, wenn man nicht die richtigen Papieren vorweisen kann. Seeehr witzig.
Ansonsten ist aber tatsächlich die Flüchtlingspolitik für mich nicht das größte und wichtigste Thema. Wir hatten immer schon Geflüchtete hier. Groß gemacht hat das Thema meines Erachtens noch nicht mal die afd (ich glaube dir, dass du da nicht hin tendierst, auch ohne lange Worte), sondern die Union, die aus lauter Angst vor der afd kaum noch ein anderes Thema kennt.
Wir haben vielleicht 2,5 Millionen Geflüchtete bei 83 Millionen Einwohnern. Ich stimme Merkel an dieser Stelle nach wie vor zu: „Wir schaffen das!“ Aber nicht, wenn wir ständig wie das Kaninchen vor der Schlange nur darauf schauen. Nur zum Vergleich: Der Libanon hat 1,5 Millionen Geflüchtete bei 6 Millionen Einwohnern. Auf unsere Größe hochgerechnet, wären das 20 Millionen Geflüchtete.
Auch die CDU ist da groß und stark, wo sie das geräuschloser angeht. Schleswig-Holstein zum Beispiel.
Wir haben so viele andere Themen, die wir beherzt angehen könnten. Dazu gehören auch Arbeitskräftemangel und das Rentenproblem (wir brauchen Arbeitskräfte. Da kommen welche, wir wollen sie nicht). Dazu gehört für mich aber vor allem auch die Frage des Klimawandels, für mich eine zutiefst soziale Frage, denn gerade die Ärmeren leiden darunter am meisten. Weltweit schon jetzt, aber auch bei uns in Deutschland. Dazu gehört für mich auch eine Verkehrspolitik, die auch die in den Blick nimmt, die kein Auto und keinen Führerschein haben und die auch einen Anspruch auf soziale Teilhabe haben. Dazu gehört für mich Demokratie- und Kulturförderung. Dazu gehört für mich auch, dass wir uns stärker gegen Einflussnahme von außen wehren, siehe die vielen russischen Bots auf Social Media. Dazu gehört für mich, dass wir auf Zukunftstechnologien setzen statt auf absehbar aussterbende Branchen (Kohle – das war ein SPD-Thema – und Verbrenner-PKW.) Die boomende Photovoltaik-Branche insbesondere im Osten Deutschlands hat damals Altmaier abgewürgt. Die ungefähr 100.000 Arbeitsplätze sind jetzt in China, im Osten wandern die guten Leute ab, es bleiben nur Unzufriedene, die afd wählen. Jetzt geht das gleiche mit den Wärmepumpen los, ich versteh’s einfach nicht.
Das alles wären Themen, die für unser Land wichtig wären. Wo es auch wichtig wäre, über den richtigen Weg zu diskutieren und darüber, was für die Menschen in unserem Land gut ist. Stattdessen diskutieren wir ständig darüber, wie mies sich Ausländer benehmen, denen wir systematisch selber das Leben schwer gemacht haben.
Elisabeth Buck
Als Antwort auf Tobias Ernst • • •Lieber Tobias Ernst,
im Wahlprogramm der Grünen für BW steht drin, dass die Grünen "sich zum Grundrecht auf Asyl bekennen und Baden-Württemberg als starkes Einwanderungsland sehen. Menschen ohne Aufenthaltsrecht müssen wieder ausreisen." Warum wird der letzte Satz so auffällig verschwiegen von Menschen, die grundsätzlich gegen Grün eingestellt sind? Das frage ich mich oft. Mir scheint, dass da oft eine Karrikatur über grüne Politik in manchen Köpfen steckt.
Elisabeth Buck
Als Antwort auf Tobias Ernst • • •Heiko Kuschel
Als Antwort auf Elisabeth Buck • • •Herr Voeglein
Als Antwort auf Heiko Kuschel • • •Heiko Kuschel
Als Antwort auf Herr Voeglein • • •